Christusfenster Kölner Dom

Die Geschichte des vergessenen Fensters

Der Kölner Dom besitzt eine Fülle von Glasmalereien, deren Entstehung sich über einen Zeitraum von fast 750 Jahre erstreckt. Das älteste Fenster stammt aus dem 13. Jahrhundert, das jüngste Fenster wurde 2007 geschaffen. Im nördlichen Querhaus des Domes befindet sich ein zweibahniges Fenster mit Glasmalereien aus dem 16. Jahrhundert – das Christusfenster. Die 18 Scheiben des Fensters zeigen bedeutende Ereignisse aus dem Leben Christi. Im bekrönenden Maßwerk sind Heilige, Propheten und Stifter zu sehen.   Das Christusfenster gehört nicht zum ursprünglichen Glasmalereibestand des Domes. Die Scheiben gelangten erst Anfang des 19. Jahrhunderts in den Dom und wurden 1870 an heutiger Stelle eingesetzt. Auf den ersten Blick präsentieren sich die kunstvollen Glasgemälde als einheitliches Ensemble, tatsächlich aber sind es Reste zweier fragmentarisch erhaltener Bildzyklen. Ein Teil der Scheiben wurde um 1525 geschaffen, der andere entstand um 1560. Ihre ursprüngliche Herkunft ist nicht vollständig gesichert, sie stammen aber vermutlich aus den Kreuzgangsverglasungen der Kölner Klöster St. Apern und St. Cäcilien, die im Zuge der Säkularisierung von 1803 aufgelöst wurden.   Wie alle mittelalterlichen Glasmalereien wurde auch das Christusfenster zu Beginn des zweiten Weltkrieges ausgebaut und in Sicherheit gebracht. Mit dem Kriegsende kehrten die Scheiben 1949 wieder an Ihren Platz zurück. Zeitbedingt musste man sich damals jedoch auf die nötigsten Reparaturen beschränken. Seither wurden die Scheiben nicht wieder ausgebaut. Aufgrund der Vielzahl, dringend notwendiger Bau- und Instandsetzungsmaßnahmen wurde die Restaurierung des Christusfensters zunächst zurückgestellt. Doch nun soll das mittelalterliche Fenster, das mit seinen biblischen Gestalten und Heiligen für die Bilderwelt des Domes eine große Bedeutung hat, wieder in neuem Glanz erstrahlen können.

500

Jahre alt

18

Szenen

41

Spendentage

248

Spender

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